KI, Datenabfluss und digitale Souveränität in kritischen Infrastrukturen
Digitale Souveränität wird häufig auf Cloud-Infrastrukturen, europäische Rechenzentren oder den Einsatz bestimmter Software reduziert. Doch der eigentliche Berührungspunkt zwischen Mitarbeitenden und der digitalen Welt ist der Browser. Hier werden Informationen recherchiert, Dokumente geöffnet, Daten kopiert, KI-Assistenten genutzt und täglich tausende Entscheidungen getroffen, welche Informationen das Unternehmen verlassen.
Mit dem Aufkommen generativer KI gewinnt diese Schnittstelle zusätzlich an Bedeutung. Mitarbeitende kopieren vertrauliche Inhalte in Chatbots, Browser-Erweiterungen erhalten weitreichende Berechtigungen und Webanwendungen ersetzen zunehmend klassische Desktop-Software. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen, dass selbst alltägliche digitale Spuren sicherheitsrelevant sein können – von Tracking über Telemetriedaten bis hin zu Standortinformationen.
Das Panel diskutiert daher den Browser als bislang unterschätzten Bestandteil digitaler Souveränität. Aus Sicht von Industrie, Verteidigung und öffentlicher Verwaltung beleuchten die Gäste unterschiedliche Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Governance. Ergänzt wird die Diskussion durch die Perspektive der Mozilla Foundation, die sich seit vielen Jahren für ein offenes und vertrauenswürdiges Internet einsetzt.